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Autor Archiv für: Dieter Wellmann

Ultimatives Sicherheitsgadget „Die Heimat“ (Letztes, wichtigstes und 10.Teil)

Dieter Wellmann
Meine „Heimat“ – sie ist mit Abstand mein wichtiges Zubehör für mein Motorradfahren. Sie schliesst als zehntes Teil und somit als Sahnehäubchen die Reihe meiner „Ultimativen Sicherheitsgadgets“. Heimat ist für mich Grundlage und Voraussetzung für gelungenes Kurvenkratzen und Highwaycruisen.

Ich blicke zur Seite und erkenne, dass diejenigen, die keine Heimat haben, sich schwer tun mit Unsicherheiten zurecht zu kommen. „Heimatlose“, riskieren entweder zu viel oder zuwenig, wobei ich mir mit diesem „zuviel“ und „zuwenig“ durchaus anmaße zu sagen, was balanciertes Risiko kennzeichnet. Es ist natürlich meine subjektive Einschätzung, was „richtig“ ist und was nicht. Dasselbe, was für einen Anderen viel zu schnell oder viel zu riskant bedeutet, kann für mich entspannter grüner Bereich sein – und umgekehrt.

Trotzdem nehme ich mir heraus zu sagen, was für die Allgemeinheit „zuviel“ und „zuwenig“ Sicherheit bedeuten könnte. Dies beruht auf meiner Intuition, ist daher nicht verhandelbar, sondern einfach ein kräftiges Grummeln in meiner Magengegend.

Was ist Heimat? Weiterlesen Ultimatives Sicherheitsgadget „Die Heimat“ (Letztes, wichtigstes und 10.Teil)

Angst und Schrecken an der Motorradfront

scary evil clown

Blutporno, Kreislaufkollaps, Polizei, Krusty der Clown, Rechtschaffenheit, Motorradcrash – dies alles und viel mehr gab es gestern bei einer Veranstaltung am Fahrsicherheitsgelände in Straßwalchen zu erleben. Es hat sich tatsächlich so zugetragen, wie in diesem Bericht (ich war nüchtern!).

Vorrausgeschickt sei, dass die Gastgeber – das Team des ARBÖ – einen grandiosen Job erledigten und keineswegs verantwortlich waren, dass irgendwie alles exorbitant aus dem Ruder lief. Ach ja, „Sicherheit ist käuflich“ war der Imperativ dieser „Informationsveranstaltung über Motorrad-Schutzbekleidung“.

Aber der Reihe nach:

15:00 Uhr

An die 200 Motorradfahrer im Alter jenseits der ccm ihrer Zweiräder parken ihre grau-schwarzen Limousinen vor dem ARBÖ-Gebäude, in dem ich einen Spätnachmittag erlebe, der in meinem Universum zwischen Gruselshows und Staubsaugerverkäufe seinen Platz finden wird. Der Motorradtyp „Beamter mit Rockeraccessoires“ ist zahlreich vertreten und wird von der Polizei – als Mitveranstalter – höflich in den Vortragssaal eskortiert. Viele durchaus nette Leute, aber auch nicht mehr. Begleitwerk: Ab und zu ein Flinserl, ein grimmiger Bart samt Seitenscheitel oder eine Krawatte, die unter der „Racer“-Lederjacke vorsichtig hervorlugt, als würde sie den guten Absichten dieser Veranstaltung nicht gänzlich trauen. Ein Riegel mit Genre Ich-wär-so-gern-ein-Rocker-Boss befiehlt seiner Gang sich „versetzt zu platzieren“ – eine Weisheit, die er wohl aus irgendeiner Festschrift über Gruppenausfahrten her hat.

15:15 Uhr
Start

Begrüssungsworte von Günther Frühwirth, Geschäftsführer ARBÖ Straßwalchen. Bislang alles im grünen Bereich. Was sich bald ändern sollte.

15:20 Uhr
Lasst die Spiele beginnen!

Manfred Schnitzhofer, in Funktion als Präsident der Redbiker Salzburg und optisch an das Musketier Athos erinnernd, eröffnet das Hochamt auf Schutzbekleidung und redet von Prävention und Airbag, so als würde sich das Ding bereits vor dem Sturz aufblasen. Ich bin weiterhin guten Mutes.

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Der Ruf der Schwarzen Flügel

alpendohle im flug
Vor mir am Fels landet eine Bergdohle.
Sie wetzt ihren Schnabel am kalten Stein und ich höre sie singen:

„Komm und ergibt Dich dem Leichtsinn.
Komm, flieg mit uns.
Folge dem Ruf der Schwarzen Flügel.“

Sie liest meine Träume, meine Sehnsucht, mein Verlangen:

„Komm, breite Deine Schwingen aus.
Steig empor mit den engelsköpfigen Gespenstern
Schliess Dich an und reite die Glittermaschine.
Die funkensprühende Motorradgang wird Dich geleiten.
Wir schenken Dir Freiheit
Sprenge die Fesseln Deines Menschseins. Weiterlesen Der Ruf der Schwarzen Flügel

Ork oder Mensch – wer ist der bessere Motorradfahrer?


„Zweimal Nachdenken“ oder „Augen-zu-und-durch“? Ich versuche die Antwort auf die Frage: Wieviel Denken braucht ein Motorradfahrer?

Manch Imperator des Risikos erwartet von seiner Streitmacht, möglichst gründlich und exakt abzuwägen. Seine ultimativen Waffen gegen die Gefahren des Motorradfahrens sind die Vernunft und das Kalkül. Die Aufgabe besteht im Skizzieren, im Planen und vor allem im Reflektieren, also im Nachdenken. „Think Twice“ ist sein Schlachtruf auf dem Kriegsschauplatz „Strasse“. Der strategische Feldherr ist sein Grosshirn.

Gegenüber steht ein Heer motorisierter Orks, Weiterlesen Ork oder Mensch – wer ist der bessere Motorradfahrer?

Ich wär so gern ein Hipster

Barber shaves beard to man

Ich wär so gern ein Hipster,
entspannt im Flanellhemd,
kariert würd ich Motorrad fahren,
so dass die Welt erkennt,
dass ich nicht Teil der Spiesser bin,
die kalkul-konsumieren,
“Coolness” wäre mein Middlename,
Nonchalance würde mich zieren.

ABER DER BART!
er kratzt mich so,
er kratzt mich so,
er juckt und beisst und piekt,
ich stehs nicht durch das Hipstertum,
sensible Haut die siegt. Weiterlesen Ich wär so gern ein Hipster