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Das Märchen vom risikofreien Motorradfahren


Es war einmal ein Königreich, in dem niemand entscheiden konnte, wie er wollte. Es waren die Götter die entschieden. Ob ein Motorradfahrer verunglückte oder nicht, das war göttliche Fügung. Die Menschen hatten so viel Vertrauen in das Schicksal, dass sie ihre Motorräder mit Talismanen bestückten, Maskottchen sammelten und Amulette um den Hals trugen. Messen und Segnungen waren feste Rituale im Leben jedes Motorradenthusiasten. Kam man nach gefahrener Runde wieder unversehrt nach Hause, meinten es die Götter gut mit einem.

Dem König dieses Reiches gefiel es nicht, dass er gegenüber den Göttern kaum Macht besaß. So schickte er Gelehrte und Wissenschaftler in das Land, um den Menschen die Gottesfurcht auszutreiben. Weiterlesen… Das Märchen vom risikofreien Motorradfahren

Sex ohne Vorspiel taugt nichts! Oder?

Sensual woman kissing her handsome husband

Sex ohne Warmup macht im Kino – ob im Kopf oder Cineplex – einiges her. In der tatsächlichen Ausübung taugt der Kick ohne Vorspiel eher selten. Besonders Männern wird der „Harte Sex“ über einschlägige XXX-Seiten als der Olymp vorgegaukelt, den es zu erklimmen gilt. Ich persönlich bin da eher der Typ „Bolero“ und brauche kein Rammstein für den Soundtrack zum Liebesspiel.

Es ist so weit: Die ersten Knospen auf den Bäumen verkünden von der Zeit, in der wir wieder sachte eine innige Beziehung zu unserem Motorrad aufbauen sollten. Es braucht jetzt kein „Hart-an-der-Grenze“ oder „Schräg-am-Limit“, nein: Zärtlichkeit, Achtsamkeit, Einfühlsamkeit und Empathie sind die Navigationspunkte in der Vorbereitung auf rauschhaftes Kurvenspiel. Mach Dich daher auf den Weg in die Garage, zur lustvollen Ouvertüre. Verwandle Dein Motorrad zum Lustpunkt der Welt. Weiterlesen… Sex ohne Vorspiel taugt nichts! Oder?

Der Hells-Angel-Pfad zu meisterhaftem Motorradfahren

Suny Barger
Von einem Hells Angels als einem Motorradfahrer zu sprechen ist hanebüchen genug, um urplötzlich von einem Trupp wildgewordener Psychiatrieschergen in Zwangsjacke einkassiert zu werden. Das Motorrad eines Hells Angels ist nichts anderes als sein Symbol des Widerstands und sein Werkzeug der Anarchie. Er würde auch eine Ziege reiten, hätte Marlon Brando in „Der Wilde“ das Städtchen Wrightsville auf einer Geiß gepiesackt.

Nichtsdestotrotz findet man einen Outlaw eher auf einem Motorrad wieder, als dass man ihn beim Zickenmelken antrifft, obwohl Letzteres seinem wütendem Gemüt äusserst zugute kommen würde. So ist es, dass Hells Angels – oder auch Bandidos und Konsorten, also jene „Rocker“ mit leicht abgeändertem Kostüm am gegnerischen Karnevalswagen – auch das Gras auf meiner Weide fressen. Weiterlesen… Der Hells-Angel-Pfad zu meisterhaftem Motorradfahren

Der Ruf der Schwarzen Flügel

alpendohle im flug
Vor mir am Fels landet eine Bergdohle.
Sie wetzt ihren Schnabel am kalten Stein und ich höre sie singen:

„Komm und ergibt Dich dem Leichtsinn.
Komm, flieg mit uns.
Folge dem Ruf der Schwarzen Flügel.“

Sie liest meine Träume, meine Sehnsucht, mein Verlangen:

„Komm, breite Deine Schwingen aus.
Steig empor mit den engelsköpfigen Gespenstern
Schliess Dich an und reite die Glittermaschine.
Die funkensprühende Motorradgang wird Dich geleiten.
Wir schenken Dir Freiheit
Sprenge die Fesseln Deines Menschseins. Weiterlesen… Der Ruf der Schwarzen Flügel

Ork oder Mensch – wer ist der bessere Motorradfahrer?


„Zweimal Nachdenken“ oder „Augen-zu-und-durch“? Ich versuche die Antwort auf die Frage: Wieviel Denken braucht ein Motorradfahrer?

Manch Imperator des Risikos erwartet von seiner Streitmacht, möglichst gründlich und exakt abzuwägen. Seine ultimativen Waffen gegen die Gefahren des Motorradfahrens sind die Vernunft und das Kalkül. Die Aufgabe besteht im Skizzieren, im Planen und vor allem im Reflektieren, also im Nachdenken. „Think Twice“ ist sein Schlachtruf auf dem Kriegsschauplatz „Strasse“. Der strategische Feldherr ist sein Grosshirn.

Gegenüber steht ein Heer motorisierter Orks, Weiterlesen… Ork oder Mensch – wer ist der bessere Motorradfahrer?

7 Typen auf der Strasse und doch immer nur Du

Eine Kultur der Hyperreflexion und Selbstdisziplin verlangt nach einem „Erkenne Dich Selbst!“ als Fundament und Grundlage souveräner Risikobalance und als Basis gutem Motorradfahrens. Auch wenn ich mich hier nicht als Clown einer buddhistischen Selbstkontrollkults maskieren möchte, ist mir eine grübelnde Geisteshaltung 1000fach lieber als ein Hype der Verbots- und Pflichtkultur. Sie ist sicherlich auch dienlicher für unser gesundes Menschsein als nordkoreanische Gesetzesutopie, wobei ich mich nie und nimmer an ein stabiles inneres Selbst glaube, das es zu erkennen gilt. Es stecken ja auch viele Motorradfahrer in mir – der Reisende, der Cafe Racer, der Motorcrosser, der Sonntagsrundenfahrer. Ja, das alles bin ich. Ich bin viele.

Vielleicht bin ich auch alle der folgenden 7 Typen von Verkehrsteilnehmer, Weiterlesen… 7 Typen auf der Strasse und doch immer nur Du

„Double Fuck You“ Serie #2: D-Air von Dainese

Dainese
Am schlimmsten sind jene, die ihre Sache mit guter Absicht unternehmen. Es fällt schwer sie zu kritisieren, denn sie hätten ja „ihr Herz an der rechten Stelle“. Mir sind jene lieber, die ihren bösen Absichten nicht verschweigen. Zweitere kann ich verurteilen, kritisieren und ich weiss wohin ich sie mir stecken kann.

Jetzt ergibt es sich, dass Dainese – der allseits geschätzte Hersteller von Motorradbekleidung – die Idee hatte, mit Sicherheitsequipment Reichtum anzuhäufen. Selbstverständlich gänzlich in guter Absicht, was es mir schwer macht in den folgenden Zeilen Dainese den doppelten Mittelfinger zu zeigen. Weiterlesen… „Double Fuck You“ Serie #2: D-Air von Dainese